
Die 1200 Jahre alte Kreisstadt im Freistaat Bayern liegt auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg. Forchheim erreichen Sie bequem über die A73, der direkte Anschluss an das Autobahnnetz. Der Zugverkehr geht in Richtung Bamberg, Nürnberg und Ebermannstadt. In den nächsten Jahren soll Forchheim auch an die S-Bahn Nürnberg angeschlossen werden.
Der besondere Stolz der 31.024 Einwohner ist ihr Rathaus mit dem großartigen Fachwerkensemble. Der Hauptbau stammt noch aus dem Jahr 1490. Auch heute noch ist dort der Sitz des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung. Von Zeit zu Zeit wird der Rathausplatz für Märkte wie den Töpfermarkt, Flohmark oder den Weihnachtsmarkt genutzt. Und seit 1996 verwandelt sich das Rathaus zur Weihnachtszeit in den schönsten Adventskalender der Welt.
Ein weiteres eindrucksvolles Bauwerk ist die Kaiserpfalz, ein Haus voller Geschichte. Auch wenn die Forchheimer sie gern so nennen ist es inhaltlich nicht richtig: die Kaiserpfalz ist keine, da sie nie der Wohnsitz eines Kaisers war. Mit ihren Wandmalereien aus dem 14. und 16. Jahrhundert gehört sie zu den Denkmälern von nationaler Bedeutung. Seit 1911 ist im Inneren das Pfalzmuseum untergebracht, das Ausstellungen zur Geschichte der Region bzw. der Stadt bietet. 1998 begannen die Sanierungsarbeiten, aber seit 2004 steht die Kaiserpfalz wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung. Zudem können Sie den stimmungsvollen Gewölbekeller für Feierlichkeiten mieten.
Die Stadtmauer eine weitere erwähnenswerte Sehenswürdigkeit. Den Befestigungsanlagen um die Stadt Forchheim ist es zu verdanken, das selbst im Dreißigjährigen Krieg die Kreisstadt nie eingenommen wurde. Der 14 m hohe Festungsgürtel (heute angeschüttet, etwa halb so hoch) wurde zwischen 1530 und 1700 errichtet. Der Graben vor den Mauern war bis zu 30 m breit, bei den Toren war er überbrückt. Vor den Toren befanden sich Vorwerke. Die den Mauern gegenüberliegende Einfassung der Gräben war 4 m hoch. Seit 1550 wurde die Stadt von den Bamberger Fürstbischöfen zu einer Festungsstadt umfunktioniert. 1838 verlor die Stadt dann ihre Festungseigenschaft, denn die überflüssig gewordene Mauer hatte die Stadt stark in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Eine Führung ermöglicht schöne Ansichten auch in den Kasematten (schusssichere Räume für Mannschaft, Kriegsgerät und Vorräte) Forchheims. Über einen Fußweg kann man sogar von der Sattlertorstraße bis zur Bambergerstraße laufen. Von der Stadtmauer ist Heute nur noch rund ein Drittel erhalten. Besonders interessante Überbleibsel sind der Sattlertorturm und das Nürnbergertor, welches das einzige erhalten gebliebene Stadttor der Bastionärsfestung Forchheim ist.
Wenn Sie noch mehr über Forchheim erfahren möchten und nicht auf eigene Faust erkunden wollen, können Sie sich gerne an einem der vorgefertigten Rundgänge orientieren oder auch an einer der zahlreichen Führungen teilnehmen, die von der Tourist-Information angeboten werden.
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